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 Luther: Deutsche Messe und Ordnung des Gottesdienstes, 1526


 

 

... weil allenthalben auf deutsche Messen und Gottesdienste gedrungen wird und große Klagen und Ärgernisse umgehen über die mancherlei Weise der neuen Messen, daß jeglicher ein eigenes macht.

 

... Sondern fein wäre es, wenn in einem jeglichen Gebiet der Gottesdienst auf gleiche Weise stattfände und die umliegenden Städtlein und Dörfer mit einer Stadt gleiche Gottesdienstformen hätten.

 

 

In Kürze: Wenn man die Leute und Personen hätte, die mit Ernst Christen zu sein begehrten, die Ordnungen und Regeln dafür wären balde gemacht. Aber ich habe noch nicht die Leute und Personen dazu, ebenso sehe ich auch nicht viele, die sich dazu drängen.

 

Ich will öffentlich einen solchen Gottesdienst fördern helfen, um die Jugend zu üben und zum Glauben zu rufen.

   

Da lassen wir die Meßgewänder, Altäre, Lichter noch bleiben, bis sie alle werden oder uns gefällt, das zu ändern. Aber in der rechten Messe müßte der Altar nicht so stehen bleiben und der Priester sich immer zum Volk wenden, wie das ohne Zweifel Christus im Abendmahl getan hat. Nun, das warte auf seine Zeit.

 

Darum ist es das Beste, daß solcher Gottesdienst auf die Jugend zugeschnitten werde und auf die Einfältigen, die freiwillig herzukommen. Gott gefallen doch erzwungene Dienste nicht, sie sind vergeblich und verloren.

 

Ordnung ist ein äußerlich Ding, sie sei so gut sie will, so kann sie in Mißbrauch geraten. Dann aber ist's nicht mehr eine Ordnung.


 

 

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